Geschichte

Anlässlich der 25.Jahr-Feier des Seglerhofs hat sich Gerd Held die Arbeit gemacht, die Geschichte des Seglerhofs und der beiden Vereine SCS (Segelclub Schluchsee) und SKF (Segelkameradschaft Freiburg) nieder zu schreiben. 

1797

  • Bau des Amannschen Hofguts, später Schmidlehof, (der heutige Seglerhof) als “Schwarzwälder Bohlen-Ständerhaus”. Grundbucheintrag Hofreite mit Wohnhaus “Ob der Straße” Haus Nr.5.

1960

  • Albrecht Schwab Gründungsmitglied des SCS und Bootsbauer aus Freiburg beginnt mit selbst gebauten Motten und alten Piraten den Schluchsee segelsportlich zu erschließen.
  • Gründung des SCS mit kleinem Anlegesteg in der Amalienbucht. Der Wettfahrtleitung diente der noch heute bestehende Pavillon am der Spitze der Amalienbucht als Unterstand zum Starten der Regatten.

1962

  • Überlegungen des SCS einen ausrangierten D-Zug Wagen in Seebrugg abzustellen, der als Vereinsheim dienen soll.

1961

  • Gerhard Held, damaliger Sportwart, organisiert die ersten Winterlehrgänge und Führerscheinprüfungen.

1963

1964

  • Herbstregatta, (140 Boote in 5 Klassen), mit damaliger Auflage des Landratsamts, provisorisches Klo mit Fallgrube und "5m Urinalrinne"

1967

  • Pachtet der SCS das heutige Clubgelände in Aha vom Land Baden-Württemberg.
  • Bau der "Startkanzel" am heutigen Kaisergelände die als fester Steg an der Hochwasserlinie genehmigt wird.

1969

  • Gründung der SKF da, der SCS auf Grund seiner “hochnäsigen” Klassenpolitik, nicht jeden Bewerber mit jedem Boot aufnahm.
  • Der SCS pachtet die Scheune des Schmidlehofs

1969-1980

  • Die SKF mietet sich im Schopf des Alten Auerhahns ein, im UG mit Platz für Boote im Winter und im OG mit einigen schön ausgebauten Räumen. Nachdem der “Auerhahn” abgebrannt war bestand das Mietverhältnis weiter bis zum Abriss des Schopfs für die damalige Erweiterung des Auerhahn Hotels.

1970

  • Der Versuch des SCS, den Bahnhof Aha zu kaufen bzw. zu mieten scheitert mit der Begründung der damaligen Bahndirektion in Karlsruhe, “man könnte der Bahn doch nicht einfach einen Bahnhof abkaufen”.

1971

  • Die BW Staatsforstverwaltung als Eigentümer des heutigen Seglerhofs, verkauft das Anwesen an Fam. Schmidle (daher der Name Schmidlehof) mit einem 50% Miteigentum. Das Land behielt sich aber für die Dauer von 15Jahren den Anspruch auf Rückübertragung.

1974

  • 8 Kielzugvögel werden von den SCS Mitgliedern gekauft.

1975

  • Mitte der 70er Jahre kommen die ersten Katamarane an den Schluchsee. Nur durch Anstrengungen u.a. von Peter Giessler ist es zu verdanken das Katamarane am Schluchsee geduldet wurden. Die damalige Schluchsee-Verordnung verbot explizit Katamarane auf dem See.

1980

  • Schwimmstege werden gekauft
  • Auf die Idee von Hubert Schüle wird die Regattagemeinschaft Schluchsee gegründet, Mitglieder waren der Windsurfclub Schluchsee, der Yachtclub Blasiwald, die SKF und der SCS.

1983 Der Kauf des Schmidlehofs

  • 3.Februar Fam. Schmidle kontaktiert den damaligen SCS Vorstand Gerhard Held das der “Schmidlehof” evtl. verkäuflich sei. Die SKF mit dem damaligen Vorstand Berthold Werner bejahen einen evtl. Mitkauf.
  • 5.Februar Akt. Notitz Gerhard Held: “Hugo und Christel Schmidle sind bereit, Ihr Anwesen an den Segel-Club Schluchsee, evtl. zusammen mit der SKF, zu kaufen. SCS behält sich die Zustimmung der MHV und der Behörden vor. Schluchsee 5. Febr.83”
  • 17.Februar Anfragen bei den zuständigen Behörden um eine Nutzungsänderung des Schmidlehofs als Seglerheim nutzen zu können. Ein paralleles Projekt das seitens des SCS mit dem Architekt Felix Duelli verfolgt wurde, ein Clubhaus direkt am Wasser im Naturschutzgebiet, stand vor dem Aus. Vielleicht auch deshalb unterstützte der damalige Bürgermeister von Schluchsee, Herr Schlachter, das Landratsamt und das Amt für Naturschutz und Denkmalpflege die Bemühungen der beiden Vereine um den Schmidlehof.
  • 16.März: Besprechung aller Vorstandsmitglieder des SCS und der SKF mit den Architekten Weiner und Duelli zur Vorbereitung einer außerordentlichen Mitgliederversammlung.
  • 18.März: Gespräch mit Dr.Wocher bei der Forstdirektion Freiburg bezüglich des Wiederkaufsrechts des Landes von 1971.
  • 21.März: Gespräch der beiden Vorstände Gerhard Held und Berthold Werner mit Bürgermeister Schlachter und Herrn Kern vom Landratsamt die beide am Projekt keine Bedenken sehen.
  • 23.März: Besprechung mit Fam. Schmidle über die finanziellen Einzelheiten. Zunächst ein Pachtvertrag, nach Zustimmung der Vereinsmitglieder ein notarielles Kaufangebot, Darlehen und Ablösung der Bank-Schulden)
  • 28.März: Besprechung aller Vorstandsmitglieder des SCS und der SKF zur gemeinsamen Vorbereitung und Abstimmung für die geplanten Mitgliederhauptversammlungen.
  • 29.März: Schriftliche Anfrage bei der Forstdirektion Freiburg über das Rückkaufrecht. Anfrage bei der Volksbank Birkenhof wegen einem Darlehen.
  • 30.März: Bestätigung der Forstdirektion, dass bei Pachtvertrag das Rückkaufsrecht nicht ausgeübt wird (15 Jahresfrist läuft am 08.12.86 ab).
  • 15.April: Zustimmung der Mitglieder beider Vereine zunächst zu pachten und evtl. später zu kaufen.

Anmerkung von Gerhard Held:

Weder Berthold Werner noch ich hatten unsere Mitglieder darüber unterrichtet, dass es sich unter Umständen um ein Millionen-Projekt handelte. Wir hatten Angst, dass die Mitglieder evtl. nicht zustimmen würden. Dann wäre alle Vorarbeit für die Katz gewesen und wir hätten heute nicht unseren schönen Seglerhof. Aber wir waren mutig, wie auch beim späteren Umbau, ohne Eigentümer zu sein!

  • 19.April: Besprechung mit Fam. Schmidle über Einzelheiten der notariellen Vereinbarung.
  • 3.Mai: Beurkundung des Kaufvertrags Angebots mit Darlehens- und Pachtvertrag bei Notar Schönefuß in Titisee-Neustadt.
  • 10.Juni: Die Bombe schlägt ein. 
    Besprechung des SCS, SKF und des Landessportverbandes mit Prof. Nießlein vom Institut für Forstpolitik und Raumordnung der Uni Freiburg über das Gesamtnutzungskonzept Schluchsee Nordufer. Ziel von Prof. Nießlein, die Segler sollen auf dem alten Campingplatz unterkommen, dies würde bedeuten das des Schmidlehof wieder verkauft werden muss. Diese Idee wurde aber, Gott sei Dank, nicht weiter verfolgt. Ähnliche Projekte wurden 1988 und 2008 auch verworfen.
  • 29.Juni: Schreiben der Volksbank Birkendorf, dass die Kreditabwicklung Schmidle nicht abgewickelt werden kann. Nach tel. Vereinbahrung mit dem VoBa Chef Herrn Blatter war es dann doch möglich.
  • 30.Juni: Benennung der Mitglieder des SCS/SKF- Ausschuss, später “Seglerhof-Beirat”.
  • 21.Juli: Erste Sitzung des Seglerhof Beirats
  • 1.Oktober: Pachtübernahme Fest mit über 200 Personen und Abstimmung über den neuen Namen des Schmidlehofs. Mehrheitlich ergab sich dabei der Name “Seglerhof”. Hubert Schüle hatte in weiser Voraussicht schon ein Holzschild mit dem Namen Seglerhof geschnitzt, das an der Hauswand hochgezogen wurde.
  • 2.Oktober: 3. Sitzung des Seglerhofbeirats über die Um- und Ausbaukosten 84/87 von rund 750000DM.

1984/87

  • Ausbau/Umbau des Seglerhofs, siehe Auszüge aus dem Bautagebuch von Gerhard Held.
  • Ende 1986, Ende der Hauptbauzeit mit bis dahin 3800 Arbeitsstunden.

1987

  • 23.Mai: Einweihungsfest des Seglerhofs mit über 300 Gästen.
  • Gründung des "Oldie Treffs", heute bekannt als die Spätlese.

1986 

  • 3.Februar: Gründung der Seglerhofgemeinschaft (GbR) (rückwirkend auf den 3.Mai 1983)
  • 9.Dezember: Das notarielle Kaufangebot an Fam. Schmidle wurde angenommen. SCS und SFK werden als Eigentümer in das Grundbuch eingetragen.

1987

  • Ferienwohnung im Seglerhof wird bezugsfertig.

1990

  • Artikel in der "Yacht" mit Titelbild.
  • Europapokal Kielzugvogel Klasse, 57 Starter, nach Sturm nur 8 Boote im Ziel, Sieger Fritz Trudel CH.

1994

  • Euro-Cup Ponant Klasse

2000

  • SKF beginnt mit dem Kranbau, der mit genehmigten Zuschüssen des SCS zu Ende gebracht wird.
  • Landesjugendmeisterschaft BaWü

2003

  • Fassade des Seglerhofs neu geschindelt

2005

  • Bau des Geräteschuppens

2005

  • ein Teil der Schwimmstege wird im Winter durch Eisschub zerstört. Seitdem werden die Stege jedes Jahr ein-und ausgewassert.

2007

  • Euro-Cup der Ponant Klasse

2008

  • 31.Mai: Gründung des Segelverein Schluchsee (SVS) durch die Fusionierung der beiden Vereine Segelclub Schluchsee (SCS) und der Seglerkamaradschaft Freiburg (SKF).
  • 1.Oktober: 25-Jahre Seglerhof
  • Flaggenmast wird 100 Jahre!

2009

  • Umbau und Vergrößerung der Küche, Ausstattung mit Gastrogeräten
  • Erteilung der Vereinsgaststättenkonzession

2010

  • Landesjugendmeisterschaft BaWü

2011

  • Internationale Deutsche Meisterschaft der Flying Dutchman Klasse (FD)

2012

  • Landesjugendmeisterschaft BaWü

Bautagebuch

wird gerade bearbeitet.

Flaggenmast Geschichte

Der Flaggenmast im Garten fand seinen Weg über Umwege an den Schluchsee.

Die Geschichte des SVS-Flaggenmasten begann in den 80er Jahren bei einer Kielzugvogel Regatta auf dem Zürichsee.
Ein alter Bekannter von Gerhard Held, Toni Staubli (genannt "Muni") erzählte beim Warten auf den Wind das er jetzt einen großen 5.5er segelt und er noch einen original Holzmasten dazu im Schopf hängen hat.
Holz war nicht mehr angesagt und er meinte er würde demnächst zersägen und gutes Brennholz daraus machen, darauf hin meinte Gerhard Held er hätte einen besseren Verwendungszweck für den damals schon fast 80 Jahre alten Masten.
Darauf hin lieferte Muni uns den Masten inklusive stehendem Gut und Saling als Geschenk an den Seglerhof. Theo Bastian richtete den Masten wieder her und setdem steht er vor dem Seglerhof und wird jeden Winter hergerichtet damit er die nächste Saison übersteht.